
Abb.: Pius IX., der Papst mit dem "bösen Blick" (© Bettmann/CORBIS)
Fast überall auf der Welt findet man den Glauben an den bösen Blick sowie Mittel gegen diesen. Man glaubt, dass der Blick bestimmter böser Menschen und anderer Lebewesen Schaden zufügen kann und Menschen und Tiere krank machen kann. So schrieb man in Italien z.B. den Päpsten Pius IX. (1792 - 1878, Papst 1846 - 1878, selig gesprochen 2000) und Leo XIII (1810-1903, Papst 1878-1903) den bösen Blick (mal occhio) zu! Nachdem Pius IX. 1869 ein Kind angeschaut hatte, soll dieses innert ein paar Minuten gestorben sein. Besonders Neid führt zum bösen Blick, deshalb ist Neidvermeidung in wohl allen Kulturen geregelt. Eine besonders wichtige Form der Neidvermeidung ist, nicht zu loben [siehe oben, Kapitel 3,3 #6.4.]. Vor bösem Blick muss man besonders Babys und Kleinkinder bewahren. Zum Schutz vor bösem Blick dienen unter anderem Amulette. Bei Muslimen verbreitet sind gegen den bösen Blick vor allem Amulette in Form einer Hand (Fatima's Hand) mit einem Auge auf der Handfläche als Abwehrauge. Diese Amulette sind oft Bestandteil von Schmuck.
Abb.: Amulett "Fatimas Hand" mit Auge gegen den bösen Blick, Berber, Marokko (©Corbis)
Andere Amulette und Abwehrmittel gegen den bösen Blick sind z.B.

Abb.: Augen an Schiffsbug, Malta, 1996 (©Corbis)